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Tuesday, July 21, 2020

Börse am 21. Juli: Sechs Punkte, die für Anleger heute wichtig sind - Handelsblatt

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Düsseldorf Die Aktienmärkte haben sich zum Wochenauftakt in guter Verfassung gezeigt. Der Dax ging am Montag rund ein Prozent im Plus bei 13.047 Punkten aus dem Frankfurter Börsenhandel. Der deutsche Leitindex hat dabei noch mitten in der Coronakrise die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten zurückerobert. Wie geht es nun weiter?

Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der deutsche Leitindex eine Stunde vor Eröffnung der Frankfurter Börse 150 Punkte oder 1,1 Prozent über seinem Schlussstand von Montagabend. Dies dürfte vor allem dem historischen Kompromiss geschuldet sein, auf den sich die 27 Mitgliedsstaaten der Europäische Union am frühen Dienstagmorgen in Brüssel einigten.

Nach mehr als viertägigen Verhandlungen beschlossen sie das größte Haushalts- und Finanzpaket ihrer Geschichte. Es umfasst die gewaltige Summe von 1,8 Billionen Euro – davon 1074 Milliarden Euro für den nächsten siebenjährigen Haushaltsrahmen und 750 Milliarden Euro für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemiekrise.

Gleichzeitig soll in den Umbau in eine digitalere und klimafreundlichere Wirtschaft investiert werden. Dafür werden erstmals im großen Stil im Namen der EU Schulden aufgenommen, das Geld umverteilt und gemeinsam über Jahrzehnte getilgt.

Für Handelsimpulse werden am Dienstag aber auch Unternehmenszahlen sorgen. In den USA nimmt die Berichtssaison Fahrt auf, mit Schwergewichten wie Texas Instruments und Coca-Cola. In Deutschland stehen die Quartalszahlen des Dax-Konzerns Continental im Fokus. Der Autozulieferer hat am Montagabend nachbörslich Umsatzeinbruch und Verlust verkündet – doch beides ist womöglich bereits in den Kursverlusten der vergangenen Zeit eingepreist.

Die Vorgaben aus den USA sind freundlich. Der Dow Jones schloss bei 26.681 Punkten. Asiens Börsen reagierten positiv auf den EU-Kompromiss und lagen im Plus.

1 – Vorgaben aus den USA

Ermutigende Studienergebnisse bei Coronavirus-Impfstoffen und die Hoffnung auf zusätzliche Konjunkturstützen haben zum Wochenauftakt die US-Anleger bei Laune gehalten.

Der Dow Jones bewegte sich zwar kaum und schloss bei 26.681 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte jedoch um 2,5 Prozent auf 10.767 Punkte vor und erzielte damit einen neuen Rekord. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 3252 Punkte zu.

An der Nasdaq gewannen Amazon 7,9 Prozent und Microsoft 4,3 Prozent. Microsoft veröffentlicht am Mittwoch den Bericht zum zweiten Quartal. Alphabet-Aktien stiegen um 3,3 Prozent.

2 – Handel in Asien

Die Einigung der EU-Staaten auf ein billionenschweres Finanzpaket im Kampf gegen die Coronakrise hat den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb verliehen. In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 22.883 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und notierte bei 1582 Punkten.

Die chinesische Börse in Schanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent. 

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 107,23 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9925 Yuan zu.

3 – EU-Gipfel, Nacht vier

Ein Wort genügte: „Deal!“ twitterte EU-Ratspräsident Charles Michel um genau 5:31 Uhr am Dienstagmorgen.

Nach einer weiteren Nachtsitzung einigten sich die 27 EU-Mitgliedsstaaten auf die Konditionen, zu denen ein Wiederaufbaufonds im Volumen von 750 Milliarden Euro unter den EU-Ländern verteilt werden wird. Mit dem Geld sollen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abgemildert werden.

Umstritten war vor allem die Frage, ob gemeinsame Schulden aufgenommen werden und welcher Anteil des Fonds als Zuschuss vergeben werden soll. Die Vertreter der „sparsamen“ Länder – die Niederlande, Österreich, Dänemark, Finnland und Schweden – stimmten schließlich einem Kompromiss zu: Die EU wird gemeinsame Schulden ausnehmen, im Gegenzug willigten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ein, die Summe der Zuschüsse aus dem Corona-Programm von 500 Milliarden Euro auf 390 Milliarden zu verringern. 360 Milliarden Euro werden als Kredit vergeben.

4 – Diesel-Schadenersatz vor dem BGH

Im Dieselskandal verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag (10.30 Uhr) zwei weitere Schadenersatz-Klagen von Autokäufern gegen Volkswagen. Mit ihrem Grundsatz-Urteil vom 25. Mai haben die obersten Zivilrichter in Karlsruhe bereits die Linie vorgegeben. Darin ist festgestellt, dass der Autobauer seine Kunden bewusst getäuscht hat und deshalb grundsätzlich haftet. Im Detail sind aber noch viele Fragen ungeklärt. (Az. VI ZR 354/19 u.a.) Die beiden neuen Fälle kommen vom Oberlandesgericht Braunschweig. Dort waren beide Kläger leer ausgegangen.

5 – Conti mit hohem Quartalsverlust

Der Dax-Konzern hat seine Aktionäre auf der Hauptversammlung unlängst auf schwierige Zeiten eingestellt – die Coronakrise lastet auf dem Unternehmen. Nun hat der Hannoveraner Automobilkonzern die Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und die entsprechen den Befürchtungen.

Der Umsatz sackte auf 6,62 Milliarden Euro ab, wie der Konzern am Montagabend nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen in Hannover mitteilte. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte betrug der Rückgang 39,8 Prozent. Allerdings reagierte die Aktie ebenfalls nachbörslich nicht extrem. Der Handelstag dürfte zeigen, ob die Zahlen im Markt bereits eingepreist waren.

6 – Weitere Quartalsbilanzen

Es ist Berichtssaison, und entsprechend zahlreich sind die Impulse an den Aktienmärkten. Am Dienstag legen etliche Unternehmen Quartalszahlen vor. In Europa sind zum Beispiel die Schweizer Großbank UBS sowie der Pharmakonzern Novartis an der Reihe. In den USA sind einige Börsenschwergewichte dabei, etwa Lockheed Martin, Coca-Cola, United Airlines und Texas Instruments.

Termine Unternehmen am 21. Juli

  • 00:30 Uhr, Australien: BHP Group, Production Report
  • 03:00 Uhr, Schweiz: Logitech, Q1-Zahlen
  • 06:00 Uhr, Schweden: Volvo Car, Q2-Zahlen
  • 06:45 Uhr, Schweiz: UBS, Q2-Zahlen
  • 06:45 Uhr, Schweiz: Givaudan, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Sartorius, Q2-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Fraport, Verkehrszahlen 29. Kalenderwoche
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Georg Fischer, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Lindt & Sprüngli, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: SGS, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Novartis, Q2-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Givaudan, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Kuehne & Nagel, Q2-Zahlen
  • 07:15 Uhr, Niederlande: Randstad, Q2-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Finnland: Stora Enso, Q2-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Schweden: Vattenfall, Halbjahreszahlen
  • 08:00 Uhr, Schweden: Svenska Cellulosa, Q2-Zahlen
  • 11:55 Uhr, USA: Coca-Cola, Q2-Zahlen
  • 13:00 Uhr, USA: Philip Morris, Q2-Zahlen
  • 22:01 Uhr, USA: Texas Instruments, Q2-Zahlen
  • 22:30 Uhr, USA: United Airlines, Q2-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, Frankreich: Valeo, Halbjahreszahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Lockheed Martin, Q2-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Snap, Q2-Zahlen

Termine Konjunktur am 21. Juli

  • 00:01 Uhr, Deutschland: Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 07/20
  • 01:30 Uhr, Japan: Verbraucherpreise 06/20
  • 08:00 Uhr, Japan: Kernrate Maschinenbau 06/20 (endgültig)
  • 08:00 Uhr, Schweiz: Handelsbilanz 06/20
  • 10:00 Uhr, Polen: Einzelhandelsumsatz 06/20
  • 14:00 Uhr, Ungarn: Zentralbank, Zinsentscheid
  • 14:30 Uhr, USA: CFNA-Index 06/20
  • 22:30 Uhr, USA: API Ölbericht (Woche)

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July 21, 2020 at 12:10PM
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