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Thursday, July 23, 2020

Börse am 24. Juli: Fünf Punkte, die für Anleger heute wichtig sind - Handelsblatt

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Düsseldorf Der Dax geht unter schlechten Vorzeichen in den letzten Handelstag der Woche. Der deutsche Leitindex notierte vorbörslich auf außerbörslichen Handelsplattformen im Minus.

Die negativen Vorgaben aus den USA, wo gerade Tech-Werte unter Druck standen, sowie aus Asien verheißen einen eher zähen Wochenausklang. Am Donnerstag war der Dax mit dem Minimalverlust von 0,01 Prozent bei 13.103 Punkten aus dem Frankfurter Börsenhandel gegangen.

Am heutigen Freitag dürften nun zum Auftakt die starken Kursverluste für Apple und Microsoft für Unruhe im Markt sorgen. Es muss sich zeigen, ob die deutschen und europäischen Börsen die Vorgaben aufnehmen oder ob es in Abgrenzung zu den US-Werten eine Kaufbewegung gibt.

Ansonsten stehen für den Handelstag im Wochenvergleich wenig Impulse im Kalender. Es gibt eine Reihe von Unternehmenszahlen, wobei dem norwegischem Ölkonzern Equinor sowie dem US-Kreditkartenkonzern American Express als Konjunktur- und Konsumindikatoren die größte Aufmerksamkeit zuteil werden dürfte. Hinzu kommen Quartalsberichte von Schlumberger, Vodafone, Verizon und Schindler. Politisch ist ob des Sommerlochs bisher kein Termin absehbar.

1 – Vorgaben aus den USA

Die wichtigsten US-Indizes haben am Donnerstag durchweg Verluste eingefahren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent tiefer auf 26.652 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 2,3 Prozent auf 10.461 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,2 Prozent auf 3235 Punkte ein.

Am Mittwoch hatten die US-Börsen nach einem Zickzackkurs im Plus geschlossen, der Dow Jones konnte 0,6 Prozent gut machen. Zunehmende Spannungen zwischen den Regierungen in Washington und Peking verhinderten allerdings größere Kursaufschläge.

Sorgen bereitete den Anlegern, dass inmitten einer Welle von Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Erholung am US-Arbeitsmarkt ins Stocken geraten ist. Erstmals seit vier Monaten stieg die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe mit 1,416 Millionen Bürger wieder an, Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet.

In den USA sind inzwischen mehr als vier Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Pro Stunde werden weitere 2600 Fälle nachgewiesen, die weltweit höchste Rate.

2 – Handel in Asien

Die Anleger an den asiatischen Märkten sind am Freitag den schwachen Vorgaben der Wall Street gefolgt. Grund sind die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.

Die Vereinigten Staaten ordneten unter dem Vorwurf der Spionage die Schließung der chinesischen Botschaft in Houston an, woraufhin die Regierung in Peking Gegenmaßnahmen androhte. Das schreckte viele Anleger ab. „Die Nervosität an der geopolitischen Front wächst“, sagte Analyst Kishti Sen von ANZ Research. Am Freitagmorgen ordnete China die Schließung der US-Botschaft in Chengdu an.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 22.752 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent auf 1573 Punkte.

Die Börse in Schanghai lag 1,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen verlor zwei Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.

3 – Equinor mit Quartalszahlen

Als erstes Ölunternehmen der Berichtssaison legt der norwegische Equinor-Konzern am Freitag seine Zahlen vor. Das Unternehmen mit Sitz in Stavanger stand wie der Rest der Branche schon vor Beginn der weltweiten Pandemie aufgrund der niedrigen Öl- und Gaspreise unter Druck.

Im Durchschnitt rechnen Analysten deswegen mit einem Minus von 0,043 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Equinor noch einen Gewinn von 0,340 Dollar je Aktie gemacht. Auch der Umsatz könnte sich laut Erwartungen der Experten um knapp die Hälfte reduzieren.

4 – Schindler mit Zahlen

Der Schweizer Aufzug- und Rolltreppenhersteller Schindler legt heute seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Er hatte wegen der Corona-Pandemie bereits im Februar seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr um zehn Prozent gesenkt. Im ersten Quartal ging der Umsatz um 5,2 Prozent auf 2,45 Milliarden Schweizer Franken zurück. Das operative Ergebnis brach in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um 39,4 Prozent auf 166 Millionen Franken ein.

5 – Amex legt Zahlen vor

Mit Spannung werden heute die Zahlen von American Express für das zweite Quartal erwartet. Im ersten Quartal war das Ergebnis des US-Finanzkonzerns drastisch um 76 Prozent auf 367 Millionen US-Dollar eingebrochen. Der Konzern begründete dies mit den sinkenden Konsumausgaben wegen des Shutdowns in der Coronakrise. Das bekommt American Express durch sinkende Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarten zu spüren.

Wall-Street-Experte Koch: „Müde Reaktion auf wuchtige Zahlen im historischen Vergleich“

Termine Unternehmen am 24. Juli

  • 06:30 Uhr, Schweiz: Schindler, Q2-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: BB Biotech, Q2-Umsatz
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Sulzer, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Lonza, Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Niederlanden: Signify, Q2-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Centrica, Halbjahreszahlen
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Vodafone, Q1-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Atoss Software, Halbjahreszahlen
  • 13:00 Uhr, USA: Schlumberger, Q2-Zahlen
  • 13:00 Uhr, USA: American Express, Q2-Zahlen
  • 13:30 Uhr, USA: Verizon Communications, Q2-Zahlen
  • Finnland: Finnair, Q2-Zahlen
  • Frankreich: Thales, Halbjahreszahlen
  • Norwegen: Equinor, Q2-Zahlen

Termine Konjunktur am 24. Juli

  • 00:01 Uhr, Großbritannien: GfK Verbrauchervertrauen 07/20 (vorab)
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Einzelhandelsumsatz 06/20
  • 09:00 Uhr, Spanien: Erzeugerpreise 06/20
  • 09:15 Uhr, Frankreich: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/20 (vorab)
  • 09:30 Uhr, Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/20 (vorab)
  • 10:00 Uhr, Eurozone: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/20 (vorab)
  • 10:00 Uhr, Italien: Verbrauchervertrauen 07/20
  • 10:30 Uhr, Großbritannien: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/20 (vorab)
  • 12:30 Uhr, Russland: Zentralbank, Zinsentscheid
  • 15:00 Uhr, Belgien: Geschäftsklimaindex 07/20
  • 15:45 Uhr, USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/20 (vorab)
  • 16:00 Uhr, USA: Verkauf neuer Häuser 06/20

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July 24, 2020 at 11:15AM
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