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Thursday, July 16, 2020

China: Börsen stürzen ab! Größter Einbruch seit Neujahrspause - FOCUS Online

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Durchwachsene Daten aus der hiesigen Konjunktur sowie die politischen Spannungen mit den USA haben Chinas Börsen am Donnerstag in die Knie gezwungen. Der Leitindex verbuchte den größten Tagesverlust seit Februar.

So gab der wichtige Index CSI 300 satte 4,6 Prozent auf 4527 Zähler nach. Der Index vereint die wichtigsten Aktien aus den Märkten in Shenzhen und Schanghai, und hat seit der Neujahrespause im Februar keinen so großen Tagesverlust mehr verbucht wie am Donnerstag. Etwas besser hielt sich der Hongkonger Leitindex Hang-Seng-Index , der nur 1,62 Prozent auf 25.069 Punkte verlor.

Chinas Börsen brechen um bis zu 6 Prozent ein

In Shanghai und Shenzhen wiederum verloren weitere Indizes ebenfalls deutlich über vier Prozent. Ein dem Nasdaq ähnelnder Auswahlindex für Tech-Startups, der ChiNext, büßte indes gar mehr als sechs Prozent ein. Die happigen Verluste kommen nach einer starken Rally. Allein im Monat Juli hatte der CSI 300 zeitweise 16 Prozent zugelegt.

Grund für den Ausverkauf waren Bedenken über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, nachdem am Mittwoch noch Erleichterung wegen der Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung geherrscht hatte. „Die Covid-19-Sorgen werden an den Börsen wieder größer“, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einer Einschätzung. Vor allem die Ausbreitung der Erkrankung in den USA beunruhige.

Wirtschaft wächst - doch der Einzelhandel schrumpft

Neue Konjunkturdaten aus China unterstrichen zwar die konjunkturelle Erholung das Landes. Wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte, legte die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, womit die Erholung etwas stärker als von Volkswirten erwartet ausfiel. Wegen der Corona-Pandemie hatte die zweitgrößte Volkswirtschaft zuvor einen historischen Einbruch erlebt.

Ganz makellos ist die Entwicklung aber nicht. Marktstratege Stephen Innes vom Broker AxiCorp wies in einem Kommentar auf den Gegensatz von der im Juni gestiegenen Industrieproduktion in China zu dem gleichzeitigen Rückgang der Einzelhandelsumsätze hin. Das deute darauf hin, dass die chinesischen Konsumenten sich bei Käufen zurückhielten, so lange die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie anhielten, betonte Innes. Offensichtlich sei die Normalisierung der Angebotsseite leichter zu erreichen als die der Nachfrageseite.

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July 16, 2020 at 07:54PM
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