
Erholung nach schwachem Start: Der Dax ist am Mittwoch erneut mit Verlusten in den Handel gestartet, startete dann aber einen Erholungsversuch und nahm die Marke von 12.900 Zählern wieder in den Blick. Nach einer Stunde Handel pendelte der deutsche Leitindex Dax um die Marke von 12.860 Zählern, ein Plus von 0,2 Prozent. Zu den größten Verlierern zählte am Morgen die Aktie von BASF mit einem Verlust von 4 Prozent, während die Aktie der Deutschen Bank nach Zahlen rund 1 Prozent zulegte. Das Papier von Wirecard gewann knapp 5 Prozent auf 1,92 Euro.
Im Blickpunkt der Anleger steht die Deutsche Bank mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal. Die Corona-Krise hat dort Spuren hinterlassen. Unter dem Strich - also nach Abzug von Zinszahlungen für Nachranganleihen - stand vor allem wegen einer höheren Risikovorsorge für faule Kredite ein Verlust von 77 Millionen Euro, wie das größte deutsche Geldhaus am Morgen mitteilte. Vor Steuern erzielte das Institut einen Gewinn von 158 Millionen Euro. Von der Bank befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem niedrigeren Gewinn gerechnet.
Daneben stehen die Zahlen von BASF, der Deutschen Börse, Puma, Boeing, GE, General Motors und dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline auf der Tagesordnung. Aktien von BASF gaben im frühen Handel um rund 4 Prozent nach, das Papier war damit der größte Verlierer im Dax. Der Corona-Krise und eine schwache Nachfrage der Autoindustrie belasten weiterhin die Geschäfte des Chemiekonzerns. "Nach wie vor ist die Corona-Pandemie eine große Herausforderung für uns alle", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller bei Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal am Mittwoch in Ludwigshafen. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung gibt BASF weiterhin keine Ziele für das Gesamtjahr 2020 aus.
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Nikkei im Minus
Die Börse in Tokio hat sich am Mittwoch zunächst schwächer gezeigt. Analysten verwiesen auf den Streit im US-Kongress über ein weiteres Hilfspaket in der Coronavirus-Krise, der bereits die Wall Street in Mitleidenschaft gezogen hatte. Im Blick der Investoren war auch die Sitzung der US-Notenbank Fed im Laufe des Tages. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 22.476 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1556 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent.
Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 105,08 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0034 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9181 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1724 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0764 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2921 Dollar.
US-Börsen im Minus: US-Notenbank verlängert Kaufprogamm
Die Wall Street schloss am Dienstag mit Verlusten. Der US-Leitindex Dow Jones gab am Dienstag 0,7 Prozent auf 26.379 Punkte nach und fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,65 Prozent auf 3218 Zähler. Die US-Notenbank Fed hatte am Dienstag bekannt gegeben, angesichts der Corona-Krise ihr Anleihen-Kaufprogramm bis Jahresende zu verlängern.
Am Markt hieß es, angesichts der Coronavirus-Sorgen und vor wichtigen Ereignissen, darunter die nächste Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch und eine Schar bedeutender Unternehmensberichte, mieden die Anleger vorerst das Risiko. Auch der anhaltende Streit über ein weiteres Konjunkturpaket der USA nahm dem Markt weiter den Schwung. Die Republikaner haben zwar einen Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket vorgestellt. Ein Kompromiss mit den Demokraten gilt aber weiter nicht als absehbar.
Auch im Technologiesektor gingen die Anleger nach ihrem festen Vortag schon wieder aus dem Risiko, bevor in den kommenden Tagen hochkarätige Zahlenvorlagen von Unternehmen wie Facebook, Apple, Amazon oder Alphabet erwartet werden.
Zahlen von Amazon und Apple erwartet
In den kommenden Tagen rücken dann die Technologiewerte stark in den Fokus: Am Mittwoch und Donnerstag melden mit Facebook , Apple , Amazon und Alphabet die Tech-Hochkaräter. Vor diesen Resultaten und nach der Vortagserholung positionierten sich die Anleger im Sektor abwartend - zumal sich die Chefs der Techriesen am Donnerstag vor dem US-Repräsentantenhaus zu ihrer vermeintlichen Monopolstellung äußern müssen.
Goldpreis knapp unter 2000 Dollar
Der Goldpreis hat die Rekordjagd in Richtung der Marke von 2000 US-Dollar fortgesetzt und der Preis für Silber stieg auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Nachdem der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) am Montag die alte Rekordmarke vom September 2011 geknackt hatte, trieb der Höhenflug die Notierung am frühen Dienstag auf einen neuen Höchstkurs bei 1981,27 Dollar. Am Mittwoch Morgen pendelte sich der Goldpreis dann bei 1950 Dollar ein, behielt die Marke von 2000 Dollar aber im Blick. Seit Beginn des Jahres hat Gold damit rund 30 Prozent an Wert gewonnen.
Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich beim Preis für Silber. Auch hier ging der Anstieg der vergangenen Handelstage weiter, das Metall erreichte in den frühen Morgenstunden bei 26,20 Dollar den höchsten Stand seit dem Jahr 2013. Silber hat damit seit Beginn des Jahres etwa 45 Prozent an Wert gewonnen. Im weiteren Handelsverlauf setzten dann allerdings Gewinnmitnahmen ein.
Euro stoppt Höhenflug
Der Kurs des Euro hat den Höhenflug der vergangenen Handelstage am Dienstag vorerst nicht weiter fortgesetzt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1731 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1760 Dollar festgesetzt.
wed/la/dpa-afx, Reuters
July 29, 2020 at 03:07PM
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Börse: BASF bremst Dax, Deutsche Bank im Plus - manager magazin
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