Passanten vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.
Tokio Die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben sich zum Wochenanfang weitgehend abwartend gezeigt. Im Fokus der Investoren stand vor allem das Gipfeltreffen der Europäischen Union, auf dem die Staats- und Regierungschefs über einen Plan zur Wiederbelebung der von der Coronavirus-Pandemie gebeutelten Volkswirtschaften feilschen.
Nachdem in der Nacht noch kein Durchbruch erzielt wurde, wurden die Beratungen abermals verlängert und sollen nun am Nachmittag fortgesetzt werden. Zwischen den 27 EU-Ländern herrscht Uneinigkeit darüber, wie ein billionenschwerer Hilfsfonds aufgeschlüsselt werden soll und welche Bedingungen für die Gelder gelten sollen.
In Tokio machte der Nikkei-Index am Montag anfängliche Verluste im Handelsverlauf wieder wett und schloss mit 22.717 Punkten knapp 0,1 Prozent fester. Auf die Stimmung drückten Export-Daten, wonach die Ausfuhren des Landes im Juni den vierten Monat in Folge im zweistelligen Bereich zurückgegangen sind.
Auch ein weiterer Anstieg der weltweiten Coronavirus-Fälle belastete die Märkte. Zu den größten Verlierern gehörten australische Aktien, die Börse in Sydney verlor 0,5 Prozent, nachdem die Coronavirus-Fälle im Bundesstaat Victoria weiter zugenommen haben.
Dagegen lag die chinesische Börse in Schanghai 2,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen legte ebenfalls knapp 2,6 Prozent zu.
Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,8 Prozent fester. „Das Engagement der EU-Staats- und Regierungschefs bei der Ausweitung der Gespräche sowie Berichte über weitere Gespräche – falls heute keine Einigung erzielt wird – zeigen den Wunsch, den Hilfsfonds in irgendeiner Form hinzubekommen“, sagte Tapas Strickland, Analyst bei der australischen Bank NAB. Es sei jedoch noch wahrscheinlich „ein sehr langer und kurvenreicher Weg“ bis zu einer Einigung.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,4 Prozent auf 107,36 Yen und stagnierte bei 6,9940 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9398 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1416 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0732 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,4 Prozent auf 1,2520 Dollar.
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July 20, 2020 at 11:12AM
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